10 kWp PV-Anlage: Ertrag, Module, Kosten, Dachfläche

Eine 10-kWp-Photovoltaikanlage erzeugt 9.500 kWh im Jahr, braucht 23 Module auf 55 m² Dach und kostet mit 8 kWh Speicher rund 14.500 €, in Angeboten meist 17.000 bis 25.000 €. Dass so viele Angebote genau bei dieser Zahl liegen, ist kein Zufall: Bis einschließlich 10 kWp gilt der höhere Einspeisesatz von 7,70 Cent. Alle Zahlen hier sind mit denselben Annahmen gerechnet wie unser Photovoltaik-Check.

Von Josef Gitterle, redaktionell verantwortlichVeröffentlicht am 16 Minuten Lesezeit17 Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ertrag: 9.500 kWh im Jahr bei Südausrichtung, gerechnet mit 950 kWh je kWp. Drei Viertel davon fallen zwischen April und September an.
  • Module und Fläche: 23 Module à 440 Watt auf 55 m² zusammenhängender Schrägdachfläche. Mit 400-Watt-Modulen sind es 25, mit 500 Watt 20.
  • Kosten: 11.500 € ohne und 14.540 € mit 8 kWh Speicher nach unserem Modell, das ist die untere Kante. Angebote mit 10 kWh Speicher liegen bei 17.000 bis 25.000 €. Umsatzsteuer fällt keine an.
  • Passt zu: Haushalten mit 4.000 bis 6.000 kWh Jahresverbrauch, also vier Personen ohne Wärmepumpe oder drei mit. Bis genau 10 kWp gibt es 7,70 ct Einspeisevergütung, für den Anlagenteil darüber nur 6,66 ct.
Satteldach eines Einfamilienhauses mit drei Reihen dunkler Photovoltaikmodule, oberhalb zum First und unterhalb zur Traufe bleibt jeweils ein Streifen Dachziegel frei

Ertrag einer 10-kWp-Anlage: 9.500 kWh im Jahr

9.500kWhJahresertrag bei Südausrichtung
23Moduleà 440 Watt Nennleistung
55zusammenhängende Dachfläche
8kWhpassender Batteriespeicher

Kilowatt Peak ist die Nennleistung unter Standardbedingungen, also bei 1.000 Watt Einstrahlung je Quadratmeter und 25 Grad Zelltemperatur. 10 kWp entsprechen 10.000 Watt Modulleistung. Was daraus im Jahr wird, hängt an Standort, Ausrichtung und Neigung. Wie sich das auf die Monate verteilt, zeigt die Tabelle: Der Juni liefert das Neunfache des Dezembers.

Monatlicher Stromertrag einer 10-kWp-Photovoltaikanlage in Deutschland
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
kWh2204308301.0001.2801.3401.2801.200930570270150
Anteil

Zusammen 9.500 kWh im Jahr. Auf April bis September entfallen 74 Prozent davon. Der Juni liefert 9 mal so viel wie der Dezember. Genau deshalb lässt sich der Winterbedarf nicht durch eine größere Anlage decken.

Ertrag nach Ausrichtung

Jahresertrag einer 10-kWp-Anlage nach Ausrichtung der Dachfläche
AusrichtungAnteil vom BestfallErtrag 10 kWp
Süden, 30 bis 35 GradBestfall100 %9.500 kWh
Südost oder Südwestbis 45 Grad Abweichung95 %9.025 kWh
Osten und Westenbeide Dachseiten belegt80 %7.600 kWh
Nordenmeist keine sinnvolle Belegung60 %5.700 kWh

Dazu kommt der Standort. In Schleswig-Holstein liefert ein Kilowatt Peak rund 940 kWh im Jahr, in Bayern rund 1.080. Wir rechnen durchgehend mit 950 kWh, das entspricht etwa dem norddeutschen Niveau. Der Bundesschnitt liegt bei rund 1.000 kWh.

Im Jahresmittel sind das 25 bis 35 kWh am Tag, im Sommer 50 bis 70, im Winter 5 bis 15. Deshalb entscheidet nicht die Anlagengröße darüber, wie viel Sie sparen, sondern wie viel des Ertrags Sie im Haus behalten. Der Autarkiegrad, also der gedeckte Anteil Ihres Verbrauchs, liegt ohne Speicher bei rund einem Drittel und mit Speicher bei zwei Dritteln. Der Eigenverbrauchsanteil, also der im Haus bleibende Anteil des Ertrags, liegt bei einer 10-kWp-Anlage und 5.000 kWh Verbrauch deutlich darunter, nämlich bei 17 beziehungsweise 34 Prozent.

Belege: PVGIS, gruenes.haus Ertrag, solaranlage.de Ertrag, gruenes.haus 10 kWp

Wie viele Module und wie viel Dachfläche für 10 kWp

Die Modulzahl hängt allein an der Nennleistung des gewählten Moduls. Der Markt liefert 2026 überwiegend Module zwischen 400 und 500 Watt. Die Dachfläche ändert sich dabei kaum, weil leistungsstärkere Module fast dieselbe Fläche haben und nur effizienter sind.

Anzahl der Solarmodule für 10 kWp nach Modulleistung, mit Modulfläche und benötigter Dachfläche
ModulleistungModule für 10 kWpModulflächeDachfläche mit Abstand
400 Watt254960
440 Watt234555
460 Watt224353
500 Watt204454

Ein Standardmodul bis 460 Watt misst rund 1,72 mal 1,13 Meter, das sind 1,95 m² Modulfläche und 21 bis 23 Kilogramm Gewicht. Module ab 500 Watt sind auch physisch größer. Die Dachfläche in der letzten Spalte enthält Randabstände, Reihenabstand und Wartungswege, deshalb liegt sie rund ein Viertel über der reinen Modulfläche. Mit Unterkonstruktion bringt die Anlage 12 bis 15 Kilogramm je Quadratmeter Modulfläche aufs Dach, bei 10 kWp sind das rund 610 Kilogramm.

Auf dem Flachdach gilt eine andere Rechnung. Aufgeständerte Reihen brauchen einen Abstand vom Dreifachen ihrer Aufbauhöhe, sonst verschatten sie sich im Winter gegenseitig. Nutzbar sind deshalb nur 50 bis 75 Prozent der Fläche, für 10 kWp nach Süden also 100 bis 140 m² statt 55. Wer flach nach Osten und Westen belegt, bekommt 15 bis 18 kWp auf 100 m² unter, verliert aber rund 20 Prozent Ertrag je Kilowatt Peak.

Belege: photovoltaik.info Dachfläche, reduco Flachdach

Ihr Haus statt des Beispielhauses

Der Rechner steht auf den Angaben, aus denen sich 10 kWp ergeben: 4.000 bis 6.000 kWh Jahresverbrauch, 50 bis 80 m² nutzbare Dachfläche, Südausrichtung. Ändern Sie die Angaben, und alle Zahlen dieser Seite rechnen mit.

Stromverbrauch heute, kWh im Jahr

Vier Personen mit Warmwasser über Strom, mit 5.000 kWh gerechnet

Nutzbare Dachfläche, m²

Trägt rund 13 kWp, typisches Einfamilienhaus

Ausrichtung der Fläche

Bestfall, voller Ertrag

In den nächsten Jahren geplant

Der Verbrauch bleibt, wie er ist

10kWpEmpfohlene Anlagengröße

23 Module à 440 Watt auf rund 55 m² Dachfläche.

Jahresertrag9.500 kWh
Davon selbst verbraucht3.250 kWh
Autarkiegrad65 %
Speicher8 kWh
Anlage mit Speicher14.540 €
Ersparnis im Jahr1.684 €
Amortisation9,9 Jahre
34 % Eigenverbrauchsanteil66 % ins Netz

Die Anlage erzeugt mehr, als Sie verbrauchen. Jedes weitere Kilowatt Peak bringt nur noch rund 66 € im Jahr, das sind 7,0 ct je zusätzlich erzeugter Kilowattstunde statt der 37 ct, die Sie im Haus sparen.

Für Ihre Angaben sind das 10 kWp, also 23 Module à 440 Watt auf rund 55 zusammenhängender Fläche. Ihr Dach würde bis zu 13 kWp tragen.

Ihre Anlage erzeugt 9.500 kWh im Jahr, Ihr Haushalt braucht 5.000 kWh. Selbst verbrauchen können Sie davon 3.250 kWh, das sind 34 Prozent des Ertrags.

Was eine 10-kWp-Photovoltaikanlage kostet

Wir rechnen mit 1.150 € je Kilowatt Peak und 380 € je Kilowattstunde Speicher. Der reine Systempreis liegt im Marktschnitt bei 1.015 € beziehungsweise 315 €. Wir liegen bewusst darüber, weil in einem Angebot Gerüst, Elektroarbeiten und Netzanmeldung mit drinstecken, im Systempreis aber nicht.

Nach oben grenzt die Angebotswirklichkeit ab: Für 10 kWp mit einem 10-kWh-Speicher werden 17.000 bis 25.000 € aufgerufen, deutlich mehr als unsere 14.540 €. Der Unterschied sind zwei Kilowattstunden mehr Speicher und die Marge des Anbieters. Nehmen Sie unsere Zahl deshalb als untere Kante einer realistischen Spanne, nicht als Angebotspreis.

Kostenpositionen einer 10-kWp-Photovoltaikanlage mit 8 kWh Speicher
Position10 kWp
Moduleje Watt Nennleistung2.898
Wechselrichterpassend zur Modulleistung1.599
UnterkonstruktionSchienen, Dachhaken, Klemmen1.000
Montage und Elektroarbeitenrund 400 € je kWp4.002
Gerüstrund 120 € je kWp, einmalig1.196
Planung, Netzanmeldung, Inbetriebnahmeinklusive Marktstammdatenregister805
Anlage ohne Speicher11.500
Batteriespeicher 8 kWh380 € je kWh installiert3.040
Gesamt mit Speicher14.540

Umsatzsteuer fällt bis 30 kWp auf keine dieser Positionen an. Die Aufteilung ist ein Marktdurchschnitt, einzelne Angebote verschieben vor allem Montage und Gerüst deutlich, je nach Dachhöhe und Zugänglichkeit.

Mit oder ohne Speicher

Dieselbe Anlage mit und ohne Batteriespeicher im Vergleich
10 kWpohne Speichermit 8 kWh Speicher
Investition11.500 €14.540 €
Selbst verbraucht1.600 kWh3.250 kWh
Autarkiegrad32 %65 %
Eigenverbrauchsanteil17 %34 %
Eingespeist7.900 kWh6.250 kWh
Erlös aus Einspeisung608 €481 €
Ersparnis im Jahr1.200 €1.684 €
Betriebskosten im Jahr173 €218 €
Amortisation11,2 Jahre9,9 Jahre
Ergebnis nach 20 Jahren9.056 €14.773 €

Mit Speicher zahlt sich Ihre Anlage nach 9,9 Jahren zurück, ohne Speicher nach 11,2 Jahren. Module halten 25 bis 30 Jahre.

Über die zwanzig Jahre garantierter Vergütung bleiben nach Abzug von Investition und Betriebskosten 14.773 mit Speicher und 9.056 ohne, ohne Abzinsung und mit gleichbleibendem Strompreis gerechnet. Die Module laufen danach weiter: Das Fraunhofer ISE misst im Feld rund 0,15 Prozent Leistungsverlust im Jahr, Herstellergarantien rechnen mit 0,25 bis 0,5 Prozent.

Für Ihre 10 kWp empfehlen wir 8 kWh. Das sind 1,6 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch, also etwas mehr, als die HTW Berlin als Obergrenze nennt. Der Grund ist Ihr Dach: Es trägt mehr Leistung, als Ihr Verbrauch verlangt.

Was in den Betriebskosten steckt

Wir setzen 1,5 Prozent der Investition im Jahr an. Darin stecken die Photovoltaikversicherung, der Zähler mit 25 € für den Zweirichtungszähler beziehungsweise 30 bis 50 € für das ab 7 kW pflichtige intelligente Messsystem, gelegentliche Wartung und vor allem die Rücklage für den Wechselrichter. Der hält 10 bis 15 Jahre, ein Ersatz kostet 1.500 bis 2.500 €. Wer diese Position weglässt, rechnet sich die Anlage um rund ein Jahr schön.

Förderung und Steuern

Einen Zuschuss für Photovoltaik gibt es nicht. Was es gibt, ist erstens der Nullsteuersatz auf Anlage, Speicher und Montage, zweitens die Einkommensteuerfreiheit aller Einnahmen bis 30 kWp und drittens der KfW-Kredit 270, der bis zu 100 Prozent der Investitionskosten inklusive Speicher finanziert, mit 5 bis 30 Jahren Laufzeit. Der Antrag muss vor dem Vertragsabschluss gestellt werden. Manche Kommunen und Bundesländer legen eigene Zuschüsse auf. Für die Wärmepumpe, die den Verbrauch erst auf 7.000 kWh hebt, führt der Förder-Check zur Förderquote in Euro.

Belege: 42watt, enpow, solantiq, echtsolar Montagekosten, Verbraucherzentrale SH Zählerkosten

10 kWp gegen 15 kWp

Der häufigste Zweifel bei 10 kWp lautet: Soll ich gleich größer bauen? Die Antwort hängt nicht an der Anlage, sondern am Haushalt darunter. Beide Größen sind hier mit dem Verbrauch gerechnet, für den sie ausgelegt sind.

Photovoltaikanlage mit 10 kWp und mit 15 kWp im direkten Vergleich
Kennzahl10 kWp15 kWp
Passender Jahresverbrauchder Haushalt, für den die Größe gerechnet ist5.000 kWh9.000 kWh
Moduleà 440 Watt2335
Dachflächezusammenhängend, Schrägdach55 m²83 m²
JahresertragSüdausrichtung, 950 kWh je kWp9.500 kWh14.250 kWh
Speicher0,8 kWh je kWp8 kWh12 kWh
Investition mit Speichergestaffelter kWp-Preis, Speicher 380 € je kWh14.540 €20.430 €
Selbst verbraucht3.250 kWh5.850 kWh
Eingespeistvergütet mit 7,7 ct und 7,35 ct je kWh6.250 kWh · 481 €8.400 kWh · 618 €
Ersparnis im Jahr1.684 €2.782 €
Amortisationnach Betriebskosten von 1,5 Prozent im Jahr9,9 Jahre8,3 Jahre
Amortisation bei 5.000 kWhwenn der Verbrauch nicht mitwächst9,9 Jahre12,0 Jahre
Amortisation bei 9.000 kWhbeide Größen beim selben Haushalt6,5 Jahre8,3 Jahre
Ergebnis nach 20 Jahren bei 9.000 kWhdie große Anlage zieht erst ab 9.740 kWh vorbei30.009 €29.085 €

Die letzte Zeile beantwortet die Frage. Wer 5.000 kWh verbraucht und trotzdem 15 kWp baut, wartet 12,0 statt 9,9 Jahre auf sein Geld. Der Mehrertrag von 4.750 kWh wird fast vollständig eingespeist und mit 7,35 Cent vergütet, weil der Anlagenteil über 10 kWp nur 6,66 Cent bekommt. Wann sich 15 kWp trotzdem lohnen, steht auf der Schwesterseite.

Bei Ihrer Auslegung bringt ein zusätzliches Kilowatt Peak noch 66 im Jahr, während es rund 1.104 kostet. Das rechnet sich erst nach 16,6 Jahren und damit deutlich später als die Anlage selbst.

Für wen 10 kWp die richtige Größe sind

  • Vier Personen ohne WärmepumpeDer Stromspiegel nennt für den Vierpersonenhaushalt im Einfamilienhaus 3.800 kWh, mit elektrischer Warmwasserbereitung 4.700 kWh. Mit dem Auslegungsfaktor 2 landen Sie bei 8 bis 10 kWp.
  • Drei Personen mit WärmepumpeHaushaltsstrom rund 3.000 kWh plus 3.000 bis 4.500 kWh für die Wärmepumpe ergeben rund 7.000 kWh Bedarf. 10 kWp decken davon mit Speicher rund zwei Drittel.
  • Dächer mit 50 bis 80 m²Die typische freie Südseite eines Einfamilienhauses. Passen nur 30 bis 50 m², werden 8 kWp daraus, und die amortisieren sich bei gleichem Verbrauch nach 9,0 statt 9,9 Jahren. Der Größenrechner vergleicht sieben Größen für Ihren Haushalt.
  • Nicht passend bei E-Auto und Wärmepumpe zusammenDann steigt der Bedarf auf 9.000 bis 11.000 kWh und die Anlage sollte mitwachsen. Bei einer Wärmepumpe verschiebt sich zusätzlich die Jahreszeit des Verbrauchs, das rechnen wir hier Monat für Monat durch.

Belege: 1komma5 Einfamilienhaus, co2online Stromspiegel

Warum die 10-kWp-Marke keine technische Grenze ist

Bis einschließlich 10 kWp installierter Leistung zahlt der Netzbetreiber für Überschussstrom 7,70 Cent je Kilowattstunde. Für den Anlagenteil zwischen 10 und 40 kWp sind es nur 6,66 Cent. Bei einer 15-kWp-Anlage ergibt sich daraus ein Mischsatz von rund 7,35 Cent. Wer knapp über 10 kWp plant und wenig selbst verbraucht, verliert also nicht nur beim Eigenverbrauch, sondern auch beim Satz.

7,70ctTeileinspeisung bis 10 kWp
6,66ctfür den Anlagenteil über 10 kWp
20JahreVergütung ab Inbetriebnahme garantiert

Die 10-kWp-Marke ist eine tarifliche Grenze, keine technische.

Die Sätze gelten für Inbetriebnahmen zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 und werden danach halbjährlich um rund ein Prozent abgesenkt. Wer heute in Betrieb geht, sichert sich den heutigen Satz für zwanzig Jahre. In Stunden mit negativen Börsenpreisen entfällt die Vergütung, die Vergütungsdauer verlängert sich dafür um diese Stunden.

Zwei weitere Schwellen liegen tiefer: Ab 2 kW muss jede Neuanlage steuerbar sein, ab 7 kW ist ein intelligentes Messsystem Pflicht. Fehlt die Steuerungstechnik, wird die Einspeiseleistung auf 60 Prozent der Anlagenleistung begrenzt. Beides gehört ins Angebot. Ohne Eintrag im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gibt es keine Vergütung, die Registrierung ist kostenlos und dauert wenige Minuten.

Belege: Bundesnetzagentur, photovoltaik.org Einspeisung, BMF Nullsteuersatz

Der vollständige Rechenweg
Bedarf5.000 kWh Bandmitte Ihres Verbrauchs5.000 kWh
Leistung aus dem VerbrauchAuslegungsband Ihres Verbrauchs10 kWp
Leistung aus dem DachObergrenze Ihres Dachflächenbands ÷ 6 m² je kWp, bewusst konservativ für die Belegbarkeit13 kWp
Empfehlungder kleinere der beiden Werte10 kWp
Module10 kWp × 1.000 ÷ 440 Wp, aufgerundet23 Module
Dachfläche10 kWp × 5,5 m² je kWp für die tatsächliche Belegung55 m²
Jahresertrag10 kWp × 950 kWh je kWp × 1,00 für Ihre Ausrichtung9.500 kWh
Speicher10 kWp × 0,8 kWh je kWp8 kWh
Eigenverbrauch65 % von 5.000 kWh Bedarf, weil der Ertrag darüber liegt3.250 kWh
EinspeisevergütungTeileinspeisung bis 10 kWp, Inbetriebnahme ab 08/20267,70 ct
Ersparnis3.250 × 37 ct + 6.250 × 7,70 ct1.684 €
Investition10 × 1.150 € je kWp + 8 × 380 € je kWh14.540 €
Betriebskosten1,5 % der Investition im Jahr, darin die Rücklage für den Wechselrichter218 €
Amortisation14.540 € ÷ (1.684 € − 218 €)9,9 Jahre
Ergebnis nach 20 Jahren20 × 1.466 € − 14.540 € Investition14.773 €

Häufige Fragen

Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Anlage im Jahr?

Eine 10-kWp-Anlage erzeugt bei Südausrichtung rund 9.500 kWh Strom im Jahr, gerechnet mit 950 kWh je kWp. In Norddeutschland sind es etwa 9.400 kWh, im Bundesschnitt rund 10.000, in Bayern bis 11.000. Bei Ost-West-Ausrichtung fallen 20 Prozent weg, bei Nordausrichtung 30 bis 40.

Wie viele Module sind 10 kWp?

10 kWp sind 23 Module mit je 440 Watt. Mit 400-Watt-Modulen sind es 25, mit 460 Watt 22, mit 500 Watt 20. Ein Modul misst rund 1,72 mal 1,13 Meter, das ergibt knapp 2 m² reine Modulfläche und 21 bis 23 Kilogramm Gewicht.

Wie viel Dachfläche braucht eine 10-kWp-Anlage?

Eine 10-kWp-Anlage braucht rund 55 m² zusammenhängende Schrägdachfläche, in der Literatur werden 45 bis 60 m² genannt. Auf dem Flachdach sind es wegen der Reihenabstände etwa 100 bis 140 m². Die Anlage bringt mit Montagesystem 12 bis 15 Kilogramm je Quadratmeter aufs Dach.

Was kostet eine 10-kWp-Anlage mit Speicher?

Eine 10-kWp-Anlage mit 8 kWh Speicher kostet nach unserem Modell rund 14.540 €, gerechnet mit 1.150 € je kWp und 380 € je kWh. Angebote für 10 kWp mit 10 kWh Speicher liegen bei 17.000 bis 25.000 €, weil dort ein größerer Speicher und mehr Marge enthalten sind. Ohne Speicher liegen wir bei 11.500 €, der Markt bei 10.000 bis 15.000 €.

Wie groß sollte der Speicher für 10 kWp sein?

Für 10 kWp sind 7 bis 12 kWh Speicher sinnvoll, entscheidend ist der Verbrauch. Die HTW Berlin nennt zwei Obergrenzen: höchstens 1,5 kWh je kWp und höchstens 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch, der kleinere Wert gewinnt. Bei 5.000 kWh Verbrauch sind das 7,5 kWh, bei 8.000 kWh bis zu 12 kWh.

Welchen Wechselrichter braucht eine 10-kWp-Anlage?

Ein Wechselrichter mit 8,5 bis 10 kW Wechselstromleistung, also 85 bis 100 Prozent der Modulleistung. Eine leichte Unterdimensionierung ist üblich, weil die Spitzenleistung nur an wenigen Stunden im Jahr anliegt. Wechselrichter halten 10 bis 15 Jahre, ein Ersatz kostet 1.500 bis 2.500 €.

Lohnt sich eine 10-kWp-Anlage?

Bei 4.000 bis 6.000 kWh Jahresverbrauch ja. Mit Speicher amortisiert sie sich nach 9,9 Jahren und wirft über 20 Jahre rund 14.800 € ab, ohne Speicher nach 11,2 Jahren und rund 9.100 €. Bei deutlich kleinerem Verbrauch ist eine kleinere Anlage wirtschaftlicher, weil der Überschuss nur 7,7 ct bringt.

Methodik und Quellen

Die Zahlen dieser Seite stammen aus derselben Rechenkette wie der PV-Größenrechner und der Photovoltaik-Check. Der Eigenverbrauch ist auf den Jahresbedarf gedeckelt, weil kein Haushalt mehr selbst verbrauchen kann, als er braucht. Die Amortisation ist nach Betriebskosten gerechnet: Versicherung, Zähler, Wartung und Rücklage für den Wechselrichter. Nicht eingerechnet sind steigende Strompreise und der Standort, der zwischen 940 und 1.080 kWh je kWp ausmacht. Der Autarkiegrad ist eine Konstante aus den Feldwerten der HTW Berlin und wächst nicht mit der Anlagengröße, für große Anlagen rechnen wir damit eher streng. Die Vorbelegung des Rechners ergibt genau 10 kWp, Sie können sie ändern.

Rechenannahmen: 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, 5,5 m² Dachfläche je kWp, Modulleistung 440 Wp, 0,8 kWh Speicher je kWp, Autarkiegrad 32 Prozent ohne und 65 Prozent mit Speicher, der Eigenverbrauch dabei auf den Jahresbedarf gedeckelt, Strompreis 37 ct/kWh, Einspeisevergütung 7,7 ct/kWh, Anlagenpreis 1.150 € je kWp bei 10 kWp, Speicher 380 € je kWh, Betriebskosten 1,5 Prozent der Investition im Jahr. Die Monatswerte stammen aus der deutschen Ertragstabelle und summieren sich auf dieselben 950 kWh je kWp. Stand dieser Seite: 2. September 2026.