15 kWp PV-Anlage: Kosten, Ertrag, Dachfläche, Speicher

Eine 15-kWp-Photovoltaikanlage kostet mit Speicher rund 20.430 €, belegt 83 m² Dach und liefert 14.250 kWh im Jahr. Sie ist aber keine größere 10-kWp-Anlage, sondern eine andere Wette: Sie geht nur auf, wenn der Verbrauch mitwächst. Diese Seite rechnet den Kipppunkt aus und zeigt, was der niedrigere Einspeisesatz über 10 kWp kostet.

Von Josef Gitterle, redaktionell verantwortlichVeröffentlicht am 17 Minuten Lesezeit14 Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Kosten: 20.430 € mit 12 kWh Speicher, 15.870 € ohne. Marktangebote liegen bei 18.500 bis 26.000 € beziehungsweise 13.000 bis 20.000 €. Umsatzsteuer fällt bis 30 kWp keine an.
  • Ertrag und Fläche: 14.250 kWh im Jahr auf 83 m² zusammenhängender Schrägdachfläche mit 35 Modulen à 440 Watt. Auf dem Flachdach rund 150 m².
  • Ab wann sie 10 kWp schlagen: Unbequem, aber gerechnet: Gegen eine 10-kWp-Anlage beim selben Haushalt gewinnen 15 kWp erst ab 9.740 kWh Jahresverbrauch, und zwar beim Ergebnis nach 20 Jahren. Bei der reinen Amortisation erst ab 13.090 kWh.
  • Einspeisung: Nur die ersten 10 kWp bekommen 7,70 ct, der Rest 6,66 ct. Über die ganze Anlage ergibt das 7,35 ct. Volleinspeisung bringt 11,56 ct. Sätze für Inbetriebnahme ab 08/2026, gültig bis 31.01.2027.
Satteldach eines Einfamilienhauses, das von der Traufe bis zum First vollständig mit Photovoltaikmodulen belegt ist, dazu weitere Module auf dem angebauten Garagendach

Die Zahlen einer 15-kWp-Photovoltaikanlage

20.430mit 12 kWh Speicher, schlüsselfertig
14.250kWhJahresertrag bei Südausrichtung
83Dachfläche für 35 Module à 440 Watt
8,3JahreAmortisation bei 9.000 kWh Verbrauch

Gegenüber 10 kWp sind das 50 Prozent mehr Leistung, 50 Prozent mehr Ertrag und 50 Prozent mehr Fläche. Was nicht um 50 Prozent wächst, ist der Nutzen. Der Eigenverbrauch hängt am Haushalt, nicht an der Anlage, und die Einspeisung bringt nur ein Fünftel dessen, was gesparter Netzstrom bringt.

Die Anlage wächst um die Hälfte, der Eigenverbrauch nicht.

Zwei Dinge sprechen trotzdem für die größere Anlage. Erstens sinkt der Preis je Kilowatt Peak: Gerüst, Anfahrt, Planung und Netzanmeldung fallen nur einmal an, wir rechnen deshalb mit 1.058 € statt 1.150 €. Zweitens wächst der Verbrauch in vielen Häusern tatsächlich, sobald Wärmepumpe oder Wallbox dazukommen.

Belege: gruenes.haus 15 kWp, 1komma5 15 kWp, ennergy

Dachfläche für 15 kWp: 83 m² Schrägdach, 150 m² Flachdach

83 Quadratmeter sind eine Ansage. Eine typische Einfamilienhaus-Dachseite hat 50 bis 80 m², abzüglich Gauben, Kaminen und Randabständen bleibt weniger. 15 kWp landen deshalb häufig auf beiden Dachseiten, oft nach Osten und Westen. Dann sinkt der Ertrag je Kilowatt Peak um rund 20 Prozent auf etwa 11.400 kWh, dafür verteilt er sich gleichmäßiger über den Tag, was den Eigenverbrauch hebt.

Anzahl der Solarmodule für 15 kWp nach Modulleistung, mit Modulfläche und benötigter Dachfläche
ModulleistungModule für 15 kWpModulflächeDachfläche mit Abstand
400 Watt387490
440 Watt356883
460 Watt336478
500 Watt306680

Ein Standardmodul bis 460 Watt misst rund 1,72 mal 1,13 Meter, das sind 1,95 m² Modulfläche und 21 bis 23 Kilogramm Gewicht. Module ab 500 Watt sind auch physisch größer. Die Dachfläche in der letzten Spalte enthält Randabstände, Reihenabstand und Wartungswege, deshalb liegt sie rund ein Viertel über der reinen Modulfläche. Mit Unterkonstruktion bringt die Anlage 12 bis 15 Kilogramm je Quadratmeter Modulfläche aufs Dach, bei 15 kWp sind das rund 920 Kilogramm.

Statik ist bei dieser Größe eine eigene Frage. 35 Module wiegen mit Unterkonstruktion rund 920 Kilogramm, verteilt über 83 m². Für ein tragfähiges Sparrendach ist das unkritisch, bei Altbauten mit dünnen Sparren oder bei Schneelastzone 3 gehört ein Standsicherheitsnachweis ins Angebot.

Auf dem Flachdach zählt nicht die Dachfläche, sondern die aufgeständerte Modulfläche. Der Reihenabstand beträgt als Faustregel das Dreifache der Aufbauhöhe, nutzbar bleiben deshalb nur 50 bis 75 Prozent der Fläche. Für 15 kWp nach Süden aufgeständert sind das rund 150 m². Flach nach Osten und Westen belegt passen 15 bis 18 kWp auf 100 m², weil der Reihenabstand kleiner ausfällt.

Belege: echtsolar Dachfläche, reduco Auslegung

15 kWp für Ihr Haus rechnen

Der Rechner steht auf den Angaben, aus denen sich 15 kWp ergeben: über 6.000 kWh Jahresverbrauch, über 80 m² nutzbare Dachfläche, Südausrichtung und ein geplantes E-Auto. Der Bedarf liegt damit bei 9.000 kWh. Ändern Sie die Angaben, und alle Zahlen dieser Seite rechnen mit.

Stromverbrauch heute, kWh im Jahr

Großer Haushalt oder Elektroheizung, mit 7.000 kWh gerechnet

Nutzbare Dachfläche, m²

Trägt 18 kWp und mehr, beide Dachseiten oder Nebengebäude

Ausrichtung der Fläche

Bestfall, voller Ertrag

In den nächsten Jahren geplant

Rund 2.000 kWh mehr, das sind 2 kWp

15kWpEmpfohlene Anlagengröße

35 Module à 440 Watt auf rund 83 m² Dachfläche.

Jahresertrag14.250 kWh
Davon selbst verbraucht5.850 kWh
Autarkiegrad65 %
Speicher12 kWh
Anlage mit Speicher20.430 €
Ersparnis im Jahr2.782 €
Amortisation8,3 Jahre
41 % Eigenverbrauchsanteil59 % ins Netz

Die Anlage erzeugt mehr, als Sie verbrauchen. Jedes weitere Kilowatt Peak bringt nur noch rund 66 € im Jahr, das sind 6,9 ct je zusätzlich erzeugter Kilowattstunde statt der 37 ct, die Sie im Haus sparen.

Für Ihre Angaben sind das 15 kWp, also 35 Module à 440 Watt auf rund 83 zusammenhängender Fläche. Ihr Dach würde bis zu 18 kWp tragen.

Ihre Anlage erzeugt 14.250 kWh im Jahr, Ihr Haushalt braucht 9.000 kWh. Selbst verbrauchen können Sie davon 5.850 kWh, das sind 41 Prozent des Ertrags.

10 oder 15 kWp: Der Kipppunkt liegt bei 9.740 kWh

Eine 15-kWp-Anlage kostet mit Speicher rund 5.890 € mehr als eine 10-kWp-Anlage und erzeugt 4.750 kWh mehr. Ob sich das trägt, entscheidet allein die Frage, wie viel von diesen 4.750 kWh im Haus bleibt. Und die Antwort fällt unbequemer aus, als die meisten Ratgeber sie geben.

+5.890Mehrkosten gegenüber 10 kWp mit Speicher
9.740kWhVerbrauch, ab dem 15 kWp über 20 Jahre mehr bringen
13.090kWhVerbrauch, ab dem sie auch schneller amortisieren

Bei 9.000 kWh amortisiert die 10-kWp-Anlage nach 6,5 Jahren, die 15-kWp-Anlage nach 8,3.

Der Grund liegt in der Sättigung. Ein Haushalt mit 9.000 kWh Verbrauch nutzt mit Speicher rund 5.850 kWh Solarstrom selbst. Diese Menge hängt am Haushalt, nicht an der Anlage: Eine 10-kWp-Anlage mit 9.500 kWh Ertrag liefert sie genauso wie eine 15-kWp-Anlage mit 14.250 kWh. Die zusätzlichen 4.750 kWh der großen Anlage gehen vollständig ins Netz und bringen 7,35 Cent statt 37.

Erst wenn der Verbrauch über den Ertrag der kleinen Anlage hinauswächst, kann die große mehr im Haus behalten. Das passiert rechnerisch ab 9.740 kWh, gemessen am Ergebnis nach zwanzig Jahren, und ab 13.090 kWh, gemessen an der Amortisation. Bei 5.000 kWh Verbrauch ist der Abstand am größten: 12,0 statt 9,9 Jahre.

Das heißt nicht, dass 15 kWp falsch sind. Es heißt, dass sie sich nicht über die Amortisation rechtfertigen lassen, sondern über drei andere Gründe: ein Verbrauch, der in den nächsten Jahren noch wächst, eine Dachfläche, die ohnehin frei bleibt und später teuer nachzurüsten wäre, und die Volleinspeisung als eigene Rechnung.

Bei Ihrer Auslegung bringt ein zusätzliches Kilowatt Peak noch 66 im Jahr, während es rund 1.058 kostet. Das rechnet sich erst nach 16,1 Jahren und damit deutlich später als die Anlage selbst.

Photovoltaikanlage mit 10 kWp und mit 15 kWp im direkten Vergleich
Kennzahl10 kWp15 kWp
Passender Jahresverbrauchder Haushalt, für den die Größe gerechnet ist5.000 kWh9.000 kWh
Moduleà 440 Watt2335
Dachflächezusammenhängend, Schrägdach55 m²83 m²
JahresertragSüdausrichtung, 950 kWh je kWp9.500 kWh14.250 kWh
Speicher0,8 kWh je kWp8 kWh12 kWh
Investition mit Speichergestaffelter kWp-Preis, Speicher 380 € je kWh14.540 €20.430 €
Selbst verbraucht3.250 kWh5.850 kWh
Eingespeistvergütet mit 7,7 ct und 7,35 ct je kWh6.250 kWh · 481 €8.400 kWh · 618 €
Ersparnis im Jahr1.684 €2.782 €
Amortisationnach Betriebskosten von 1,5 Prozent im Jahr9,9 Jahre8,3 Jahre
Amortisation bei 5.000 kWhwenn der Verbrauch nicht mitwächst9,9 Jahre12,0 Jahre
Amortisation bei 9.000 kWhbeide Größen beim selben Haushalt6,5 Jahre8,3 Jahre
Ergebnis nach 20 Jahren bei 9.000 kWhdie große Anlage zieht erst ab 9.740 kWh vorbei30.009 €29.085 €

Die ersten Zeilen vergleichen jede Größe mit dem Haushalt, für den sie ausgelegt ist. So gelesen gewinnt 15 kWp mit 8,3 gegen 9,9 Jahre. Die drei letzten Zeilen stellen beide Größen auf dasselbe Haus, und dort dreht sich das Bild: Bei 9.000 kWh amortisiert die 10-kWp-Anlage nach 6,5 Jahren und bringt über zwanzig Jahre sogar rund 900 € mehr. Alle Zahlen zur 10-kWp-Anlage stehen auf der Schwesterseite, der PV-Größenrechner vergleicht sieben Größen für Ihren Haushalt.

Belege: reduco Auslegung, BDEW

Für wen 15 kWp gerechnet sind

  • Wärmepumpe und E-Auto zusammenHaushaltsstrom rund 4.000 kWh, Wärmepumpe 3.000 bis 5.000 kWh, E-Auto rund 2.000 kWh. Das sind 9.000 bis 11.000 kWh und damit der Regelfall für 15 kWp. Bei einer Wärmepumpe kommt allerdings die Jahreszeit dazu, das rechnen wir hier Monat für Monat durch.
  • Fünf Personen und mehrAb fünf Personen liegt der reine Haushaltsstrom im Einfamilienhaus bei 5.000 bis 6.000 kWh. Mit Warmwasser über Strom kommen rund 900 kWh je Person dazu, dann sind 7.000 kWh schnell erreicht.
  • Homeoffice oder Gewerbe im HausWer tagsüber im Haus ist, verbraucht den Solarstrom direkt. Der Eigenverbrauchsanteil steigt dadurch nach den Simulationen der HTW Berlin von rund einem Drittel auf 40 bis 50 Prozent, ohne dass ein größerer Speicher nötig wäre.
  • Nicht sinnvoll als reiner VorratSpäter zu erweitern kostet erneut Gerüst mit rund 1.200 € und meist einen zweiten Wechselrichter mit 1.200 bis 2.000 €. Trotzdem ist das günstiger, als heute fünf Kilowatt Peak für 5.300 € zu bezahlen, die zwanzig Jahre lang zu 6,66 Cent eingespeist werden.

Kosten einer 15-kWp-Anlage mit und ohne Speicher

Wir rechnen mit 1.058 € je Kilowatt Peak für die Anlage und 380 € je Kilowattstunde Speicher. Der Marktschnitt liegt bei 1.015 € beziehungsweise 315 €. Wir liegen bewusst darüber, weil der Marktschnitt reine Systempreise abbildet und Gerüst, Elektroarbeiten, Notstromumschaltung und Netzanmeldung dort nicht drin sind. Angebote für 15 kWp mit Speicher liegen mit 18.500 bis 26.000 € wiederum über unseren 20.430 €, weil dort meist 15 statt 12 kWh Speicher stecken. Größere Anlagen werden je Kilowatt Peak günstiger, weil Gerüst, Anfahrt und Netzanmeldung nur einmal anfallen. Umsatzsteuer fällt bis 30 kWp nicht an, und die Einnahmen aus dem Betrieb sind bis 30 kWp einkommensteuerfrei. Einen bundesweiten Zuschuss gibt es für Photovoltaik nicht. Der KfW-Kredit 270 finanziert bis zu 100 Prozent der Investitionskosten inklusive Speicher, und einzelne Länder und Kommunen fördern Speicher direkt. Einen Zuschuss gibt es dagegen für die Wärmepumpe, die den Verbrauch überhaupt erst auf 9.000 kWh hebt.

Dieselbe Anlage mit und ohne Batteriespeicher im Vergleich
15 kWpohne Speichermit 12 kWh Speicher
Investition15.870 €20.430 €
Selbst verbraucht2.880 kWh5.850 kWh
Autarkiegrad32 %65 %
Eigenverbrauchsanteil20 %41 %
Eingespeist11.370 kWh8.400 kWh
Erlös aus Einspeisung836 €618 €
Ersparnis im Jahr1.902 €2.782 €
Betriebskosten im Jahr238 €306 €
Amortisation9,5 Jahre8,3 Jahre
Ergebnis nach 20 Jahren17.402 €29.085 €

Mit Speicher zahlt sich Ihre Anlage nach 8,3 Jahren zurück, ohne Speicher nach 9,5 Jahren. Module halten 25 bis 30 Jahre.

Über die zwanzig Jahre garantierter Vergütung bleiben nach Abzug von Investition und Betriebskosten 29.085 mit Speicher und 17.402 ohne, ohne Abzinsung und mit gleichbleibendem Strompreis gerechnet. Die Module laufen danach weiter: Das Fraunhofer ISE misst im Feld rund 0,15 Prozent Leistungsverlust im Jahr, Herstellergarantien rechnen mit 0,25 bis 0,5 Prozent.

Der Speicher bei 15 kWp

Für Ihre 15 kWp empfehlen wir 12 kWh. Das sind 1,3 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch, das liegt innerhalb der Obergrenze der HTW Berlin.

Größere Speicher sind je Kilowattstunde günstiger, ein 15-kWh-Speicher kostet im Schnitt 366 € je kWh gegen 424 € bei 10 kWh. Trotzdem gilt: Der Speicher verschiebt Strom über die Nacht, nicht über den Winter. Aktuelle Zellchemie schafft 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, bei einem Zyklus am Tag reicht das für über 15 Jahre. Ein Ersatz innerhalb der zwanzig Vergütungsjahre ist damit möglich, aber nicht der Regelfall, und in unseren Betriebskosten nicht enthalten.

Belege: ennergy, 42watt, HTW Berlin Speicherauslegung, steuerring

Mischsatz über 10 kWp und die Volleinspeisung

Die Einspeisevergütung ist gestaffelt. Für die ersten 10 Kilowatt Peak gibt es 7,70 Cent je Kilowattstunde Teileinspeisung, für den Anlagenteil zwischen 10 und 40 Kilowatt Peak nur 6,66 Cent. Bei 15 Kilowatt Peak wird daraus ein gewichteter Satz von 7,35 Cent, mit dem diese Seite durchgehend rechnet.

7,70ctfür die ersten 10 kWp
6,66ctfür die restlichen 5 kWp
7,35ctMischsatz über die ganze Anlage

Bei 8.400 Kilowattstunden Einspeisung im Jahr macht die Staffelung rund 29 € aus, über zwanzig Jahre rund 590 €. Das ist kein Grund gegen 15 Kilowatt Peak, aber ein Grund, nicht knapp über die Marke zu planen. Wer 11 Kilowatt Peak baut, zahlt den niedrigeren Satz anteilig und gewinnt kaum Ertrag.

Die dritte Option: Volleinspeisung

Für Häuser mit großem Dach und kleinem Verbrauch gibt es einen Ausweg, den kaum ein Ratgeber nennt. Wer die Anlage als Volleinspeisung anmeldet, verzichtet auf jeden Eigenverbrauch und bekommt dafür 12,22 Cent für die ersten 10 kWp und 10,25 Cent darüber, bei 15 kWp also 11,56 Cent für den gesamten Ertrag. Ein Speicher entfällt.

Ihre 15 kWp als Volleinspeisung gerechnet: kein Speicher, kein Eigenverbrauch, dafür 11,56 ct je Kilowattstunde für den gesamten Ertrag. Das ergibt 1.648 im Jahr bei 15.870 Investition und einer Amortisation nach 11,3 Jahren. Für Ihre Angaben bleibt die Überschusseinspeisung mit Speicher besser.

Die Entscheidung fällt bei der Anmeldung und gilt für das Kalenderjahr. Sie lohnt vor allem dann, wenn Ihr Verbrauch weit unter dem Ertrag liegt und Sie keinen Speicher wollen. Sobald Wärmepumpe oder E-Auto dazukommen, dreht sich das Bild: Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ist mit 37 Cent immer noch dreimal so viel wert wie die bestbezahlte eingespeiste.

Die Sätze gelten für Inbetriebnahmen bis zum 31. Januar 2027 und sinken danach halbjährlich um rund ein Prozent. Wer heute in Betrieb geht, sichert den heutigen Satz für zwanzig Jahre. In Stunden mit negativen Börsenpreisen entfällt die Vergütung, die Vergütungsdauer verlängert sich um diese Stunden. Ab 2 Kilowatt Peak muss jede Neuanlage steuerbar sein, ab 7 Kilowatt ist ein intelligentes Messsystem Pflicht. Fehlt die Steuerungstechnik, wird die Einspeiseleistung auf 60 Prozent begrenzt.

Belege: Bundesnetzagentur, photovoltaik.org Einspeisung, ADAC Einspeisevergütung, BSW Solarspitzengesetz

Der vollständige Rechenweg
Bedarf7.000 kWh heute + 2.000 kWh für die geplanten Verbraucher9.000 kWh
Leistung aus dem VerbrauchAuslegungsband plus Aufschlag für die geplanten Verbraucher15 kWp
Leistung aus dem DachObergrenze Ihres Dachflächenbands ÷ 6 m² je kWp, bewusst konservativ für die Belegbarkeit18 kWp
Empfehlungder kleinere der beiden Werte15 kWp
Module15 kWp × 1.000 ÷ 440 Wp, aufgerundet35 Module
Dachfläche15 kWp × 5,5 m² je kWp für die tatsächliche Belegung83 m²
Jahresertrag15 kWp × 950 kWh je kWp × 1,00 für Ihre Ausrichtung14.250 kWh
Speicher15 kWp × 0,8 kWh je kWp12 kWh
Eigenverbrauch65 % von 9.000 kWh Bedarf, weil der Ertrag darüber liegt5.850 kWh
Einspeisevergütung10 kWp × 7,7 ct und 5 kWp × 6,66 ct, gewichtet7,35 ct
Ersparnis5.850 × 37 ct + 8.400 × 7,35 ct2.782 €
Investition15 × 1.058 € je kWp + 12 × 380 € je kWh20.430 €
Betriebskosten1,5 % der Investition im Jahr, darin die Rücklage für den Wechselrichter306 €
Amortisation20.430 € ÷ (2.782 € − 306 €)8,3 Jahre
Ergebnis nach 20 Jahren20 × 2.476 € − 20.430 € Investition29.085 €

Häufige Fragen

Was kostet eine 15-kWp-Anlage mit Speicher?

Eine 15-kWp-Photovoltaikanlage mit 12 kWh Speicher kostet nach unserem Modell rund 20.430 €, ohne Speicher 15.870 €. Der Markt nennt für 15 kWp mit 15 kWh Speicher 18.500 bis 26.000 € und ohne Speicher 13.000 bis 20.000 €. Umsatzsteuer fällt bis 30 kWp keine an.

Wie viel Strom erzeugt eine 15-kWp-Anlage im Jahr?

Eine 15-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland rund 13.500 bis 15.000 kWh Strom im Jahr. Wir rechnen mit 14.250 kWh, das entspricht 950 kWh je kWp bei Südausrichtung. Bei Ost-West-Ausrichtung bleiben rund 11.400 kWh, in Süddeutschland sind über 16.000 kWh möglich.

Wie viel Dachfläche braucht eine 15-kWp-Anlage?

Eine 15-kWp-Anlage braucht rund 83 m² zusammenhängende Schrägdachfläche für 35 Module à 440 Watt, in der Literatur werden 68 bis 90 m² genannt. Das ist mehr, als eine einzelne Dachseite eines typischen Einfamilienhauses hergibt. Meist werden beide Seiten belegt oder Garage und Carport kommen dazu. Auf dem Flachdach sind es nach Süden rund 150 m².

Wann lohnen sich 15 kWp statt 10 kWp?

Gegen eine 10-kWp-Anlage auf demselben Haus gewinnen 15 kWp erst ab rund 9.740 kWh Jahresverbrauch, gemessen am Ergebnis nach 20 Jahren, und erst ab rund 13.090 kWh bei der Amortisation. Bis dahin ist die kleinere Anlage wirtschaftlich vorn, weil der Mehrertrag fast vollständig für 7,35 ct ins Netz geht. Sinnvoll sind 15 kWp trotzdem, wenn der Verbrauch weiter wächst oder das Dach ohnehin frei ist.

Reicht ein 10-kWh-Speicher für 15 kWp?

Ja, 10 bis 12 kWh sind für 15 kWp die sinnvolle Größe. Die HTW Berlin nennt als Obergrenze 1,5 kWh je kWp und zugleich 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Bei 9.000 kWh Verbrauch sind das 13,5 kWh. Ein größerer Speicher wird im Winter nie voll und altert schneller.

Welchen Wechselrichter braucht eine 15-kWp-Anlage?

Einen Wechselrichter mit 12,5 bis 15 kW Wechselstromleistung, also 85 bis 100 Prozent der Modulleistung. Dreiphasig wird er praktisch immer sein: Die zulässige Schieflast von 4,6 kVA je Phase macht das ab rund 5 kW nötig. Wechselrichter halten 10 bis 15 Jahre, ein Ersatz kostet 1.500 bis 2.500 € und steckt in unseren Betriebskosten.

Was ändert sich bei der Einspeisevergütung über 10 kWp?

Der Vergütungssatz wird gestaffelt. Für die ersten 10 kWp gibt es 7,70 ct je Kilowattstunde Teileinspeisung, für den Anteil zwischen 10 und 40 kWp nur 6,66 ct. Bei 15 kWp ergibt das einen Mischsatz von 7,35 ct. Über 20 Jahre und 8.400 kWh Einspeisung im Jahr sind das rund 590 € weniger als beim vollen Satz. Die Sätze gelten für Inbetriebnahmen ab dem 1. August 2026 bis zum 31. Januar 2027.

Methodik und Quellen

Die Zahlen stammen aus derselben Rechenkette wie der PV-Größenrechner und der Photovoltaik-Check. Der Eigenverbrauch ist auf den Jahresbedarf gedeckelt, die Amortisation nach Betriebskosten gerechnet. Die Einspeisevergütung ist über die Leistungsklassen gemischt, diese Seite rechnet also durchgehend mit 7,35 ct und nicht mit dem Satz für kleine Anlagen. Der Preis je Kilowatt Peak ist nach Größe gestaffelt, bei 15 kWp liegt er bei 1.058 € statt der 1.150 €, die für 10 kWp gelten. Nicht eingerechnet sind steigende Strompreise und der Standort. Wichtig für den Vergleich mit 10 kWp: Der Autarkiegrad ist bei uns eine Konstante aus den Feldwerten der HTW Berlin und wächst nicht mit der Anlagengröße. In der Wirklichkeit holt eine 15-kWp-Anlage etwas mehr heraus als hier gerechnet, der Kipppunkt liegt also eher etwas niedriger als bei 9.740 kWh. Die Vorbelegung des Rechners ergibt genau 15 kWp, Sie können sie ändern.

Rechenannahmen: 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, 5,5 m² Dachfläche je kWp, Modulleistung 440 Wp, 0,8 kWh Speicher je kWp, Autarkiegrad 32 Prozent ohne und 65 Prozent mit Speicher, der Eigenverbrauch dabei auf den Jahresbedarf gedeckelt, Strompreis 37 ct/kWh, Einspeisevergütung als Mischsatz aus 7,7 ct für die ersten 10 kWp und 6,66 ct für den Anlagenteil darüber, Anlagenpreis 1.058 € je kWp bei 15 kWp, Speicher 380 € je kWh, Betriebskosten 1,5 Prozent der Investition im Jahr. Der Strompreis bleibt in der Rechnung konstant. Stand dieser Seite: 2. September 2026.